Das Kennenlernen des portugiesischen Schulalltags hat unsere Interesse sehr geweckt, da wir die Möglichkeit hatten selbst aktiv am Unterricht teilzunehmen. Von Englisch über Kunst bis hin zu Sport – wir waren mitten im Geschehen dabei. Besonders spannend war die „Speed-Debating“-Session, bei der wir mit portugiesischen Schüler*innen über Themen wie das Leben in unseren Ländern, unsere Zukunftssorgen und Europa diskutiert haben – auf Englisch natürlich. Die Gespräche waren offen, ehrlich und teilweise auch überraschend tiefgründig. Besonders beeindruckend war auch der Besuch der Universität von Coimbra – eine der ältesten in Europa.
Auch unser Besuch im Rathaus war einzigartig: Wir durften mit der Bildungsrätin sprechen und uns über Schule und Bildung austauschen. Solche Gespräche bekommt man nicht alle Tage.
Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war der „Dia da Liberdade“ am 25. April – ein bedeutender Feiertag in Portugal, der an das Ende der Diktatur erinnert. Überall in der Stadt wurde gefeiert: Musik, Paraden, rote Nelken, gute Laune. Für uns war das eine ganz neue Erfahrung – internationale Geschichte, Politik und Kultur hautnah.
Als krönenden Abschluss der Woche ging es am letzten Tag noch ans Meer – ein Ausflug an den Strand von Figueira da Foz. Das hatten wir uns verdient.
Am Ende dieser Woche wurde uns bewusst, dass wahres Lernen weit über das Klassenzimmer hinausgeht. Die Gespräche mit den portugiesischen Schüler*innen, das Eintauchen in ihre Kultur und die persönlichen Erlebnisse haben uns neue Perspektiven eröffnet. Wir haben nicht nur unser Wissen erweitert, sondern auch tiefere Einsichten in die Bedeutung von Bildung, Geschichte und Gesellschaft gewonnen. Obrigado!